Samstag den 02.02.2008



Der erste Tag des Festjahres rückt also näher. Heinz Teckenburg, Fritz Theede und noch einige andere helfende Hände waren schon eifrig dabei den Saal in der Gaststättte " Unter den Linden" vorzubereiten. Fahnen wurden aufgehängt, Stühle und Tische gerückt und die Bühne für den Oelixdorfer Musikzug aufgebaut. Thies Möller, Dirigent und 1. Vorsitzender des Oelixdorfer Musikzuges, kam in Begleitung von Jan Teckenburg um die Verstärkeranlage aufzubauen und die ersten Instrumente der Musiker auf die Bühne zu stellen.
Samstag , Treffen 10:15 , nach und nach treffen die Musiker in dem Saal der Gaststätte „ Unter den Linden“ ein , ein kurzes Stühlerücken und die meisten hatten Platz auf der Bühne.
11:00 der Saal füllt sich. Mit dem Choral „ Leuchtender Tag“ eröffnet das Blasorchester den Festakt zur 650 Jahrfeier.




Vorbereitung auf die musikalische Umrahmung des Festaktes  Begrüßung des Landtagspräsidenten Martin Kayenburg  nach und nach füllt sich der Saal  mit den Gästen 
Dirigent Thies Möller und seine Musiker in Aktion  SPD Bundestagsabgeordneter Jörn Thießen   Der Historiker Dr. Klaus - Joachim Lorenzen - Schmidt   Ältermann der Lustgilde Fritz Theede 




Festakt zum 650-jährigen Bestehen

Tatsächlich ist Oelixdorf aber noch viel älter. Oelixdorf - 650 Jahre sei kein besonderes Alter für eine Gemeinde - doch Oelixdorf ist eigentlich viel älter. Das sagte der Historiker Dr. Klaus- Joachim Lorenzen-Schmidt während der Auftaktveranstaltung zur 650-Jahr-Feier. Das Gründungsdatum gehe lediglich ,.auf einen Zufallstreffer" zurück, da die erste Urkunde mit der Erwähnung Oelixdorf vom 2. Februar 1358 stamme.

Der Experte vom Hamburger Staatsarchiv hielt seinen unterhaltsamen Vortrag über ,.Oelixdorf im Wandel der Zeit" vor zahlreichen Einwohnern und Gratulanten in der gemeindeeigenen Gaststätte ,.Unter den Linden". Vermutlich geht die Gründung des Ortes auf das achte Jahrhundert zurück, damals hätten sich Bauern zu einer kleinen Siedlung zusammengefunden. Und diese Bauern hätten das Dorf fast 1000 Jahre geprägt - allerdings nicht als freie Bauern auf freier Scholle, sondern meist abhängig von Grundherren.

Erste Aufzeichnungen belegten, dass sechs bis acht Hufner in dem Dorf gewohnt und gelebt hätten, die wie in einer LPG (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) zusammengearbeitet hätten. Allerdings gab es dann nach Aussagen von Dr. Lorenzen Schmidt in Oelixdorf und allen anderen Orten aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen zunehmend Spannungen zwischen besitzenden Bauern und besitzlosen Einwohnern. "Es gab zu viele Menschen für zuwenig Arbeit." Das Problem entspannte sich mit der

Industrialisierung, die Landbevölkerung fand unter anderem in Itzehoe und Lägerdorf Arbeit.

Gleichzeitig war dies verbunden mit einem Rückgang der Bedeutung der Landwirtschaft, ,. Oelixdorf wandelt sich von einer Landwirtschaftsgemeinde zu einer Wohngemeinde so der Historiker aus Glückstadt. .

Heute gibt es in der I800-Einwohner-zählenden Gemeinde noch vier aktive Landwirte, wie Bürgermeister Jörgen Heuberger in seiner Rede betonte. Doch dagegen stehe ein sehr aktives .Gemeindeleben.,mit zahlreichen Vereinen und Verbänden.
Auch künftig werde der Ort seinen dörflichen Charakter behalten und eine attraktive Wohngemeinde bleiben, versprach er.

Von einer beeindrucken den Bilanz und einem großen Zusammengehörigkeitsgefühl sprach Landtagspräsident Martin Kayenburg. ,.Oelixdorf besitzt eine stolze Vergangenheit, ich wünsche dem Ort auch eine stolze Zukunft." Zahlreiche Gratulanten, unter ihnen Vertreter von Vereinen und Umlandkommunen, vom Amt und aus dem Bundestag, würdigten ebenfalis den Gemeinschaftssinn und die Attraktivität der Gemeinde. Während Itzehoes Bürgermeister Rüdiger Blaschke vom ,.Blankenese des Nordens", sprach, ist Oelixdorf für den Ältermann der heimischen Lustgilde, Fritz Theede, das ,.schönste Dorf Deutschlands" . Eine ganz besondere Beziehung hat der SPD Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen zu Oelixdorf. ,.Meine erste große Liebe wohnte hier - sie hieß Gudrun." Mehr wollte er jedoch nicht verraten.

So die Norddeutsche Rundschau vom 5.02.2008
Bericht
Joachim Möller



Zeitungsartikel : 02.02..2008.pdf [1.909 KB]



Ein besonderes Geschenk überreichten die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden.
Bürgermeister Wilhelm Brockmann aus Moordorf, Bürgermeister Peter Pfahl aus Westermoor, Bürgermeister Wilfried Gatzke aus Kollmor und Bürgermeister Adolf Kock-Evers aus Kronsmoor schenkten stellvertretent für die Gemeinde Oelixdorf Bürgermeister Jörgen Heuberger ein handgemaltes Bild der Gaststätte " Unter den Linden"